03.03.2008

Kleines Update!

Da ich schon die ein oder andere SMS bekommen habe, ob ich in der Lufthansa-Maschine war, die in Hamburg dieser argen Probleme mei der Landung hatte (Tragfläche aufgeditscht, Landeabbruch), dachte ich, dass es Zeit fuer ein Update ist. Zunächst: mir geht es gut, braucht euch keine Sorgen machen, aber keinen Ton an meine Eltern, die drehen sonst am Rad. ;o)

Ich ziehe im Moment die blöden Flug-Situationen magisch an. Erst "Emma", die olle Kuh, mit den ganzen ko****den Passagieren. Da war die Wackelei bei der Landung nicht mehr lustig, aber alles super! Und nun mein Flug nach Ankara.

Auf dem Hinflug wollte das Fahrwerk nicht raus. Wieder eingefahren, beim zweiten Mal ging es. Die Kollegin und ich haben uns schon unsere nächsten Schritte ueberlegt (war das vordere Fahrwerk, also möglicherweise Cockpit ausser Gefecht, Feuer vorne, sprich, die vorderen Tueren sind nicht zu gebrauchen, Evakuierung durch Notfenster etc). Landung klappte. Rueckflug nach Muenchen. Kurz vor Landung will Cockpit mit Purser sprechen. Ergebnis: Kann sein, dass Fahrwerk im Ar***, Konsequenz, dass sie Fahrwerk sehr frueh ausfahren wollen um Zeit zu haben, es wieder einzufahren und auszufahren und dann gegebenfalls durchstarten zu koennen. In dem Fall haetten wir 30 Minuten Zeit bekommen die Kabine vorzubereiten. Vorzubereiten fuer eine Notlandung natuerlich. Und das erzaehlt dir dann deine Purserette so 30 Minuten vor der Landung. Der Ar*** geht einem sowas von auf Grundeis. Und komischerweise waren wir alle ruhig und unglaublich rational! Anschnallcheck, danach Galley sichern, so aussehen als ob alles okay wäre vor den Passagieren, hinsetzen, anschnallen, konzentrieren. Nochmal die möglichen Szenarien durchgehen. Und gespannt lauschen, was die Fahrwerke machen.

In unserem Fall lief alles gut! Fahrwerke kamen raus, es bestand dann natuerlich noch die Gefahr, dass die Dinger "einknicken", aber war nicht so. Uns allen sind ganze Felsblöcke vom Herzen gefallen. Dass die Passagiere das nicht gehört haben ist ein Wunder. Danach Passagiere aussteigen lassen und noch mehr Erleichterung. Wir haben ein riesen Lob vom Cockpit bekommen, weil wir alle ruhig geblieben sind und haben ein kurzes De-Briefing gemachte. Ein Brieifng gibt es ja vor jedem Flug, De-Briefings nach solchen und ähnlichen Situationen um noch einmal zu besprechen, wie es allen ging, wie die Kommunikation zwichen Cockpit und Kabine war etc. Und dann natuerlich die Frage, ob wir noch weiter fliegen können. Nach so einer Situation hat jeder das Recht aus einem Umlauf auszusteigen, wenn er meint, dass es nicht mehr geht. Wir waren uns einig, dass wir wieder "auf's Pferd" muessen und sind weiter geflogen nach einer Pause. Das letzte Leg (auf einem anderen Flieger!) lief gut.

Und nun sitze ich in Helsinki und hier gibt es nicht nur Internet, hier gibt es sogar umsonstiges Internet! Ich mag Helsinki... Habe heute noch Helsinki-Muenchen-London Heathrow-Muenchen und dann fei bis Freitag.

Das war's von mir!

LG Julia

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